Sonntag, 19. Mai 2013

Die Reale Welt zu Faust / Goehte Zeiten

Goethe durchlebte gleich mehrere wichtige Zeitalter in Literatur und Forschung. Zum Einen lebte er in der Klassik, einem Zeitalter, dass sich sehr an den alten Griechen und Römern orientierte und die alten Künstler hoch leben lies. In dieser Zeit legte man viel Wert auf Formen und auf die fundierte ausgestaltung der eigenen Gedichte. Doch nicht nur in der Literatur war die Klassik ein Thema, die Klassik fand auch in der Musik statt.
Goethe hatte ein gutes Verhältnis zur Musik, denn in ihr sah er ein Mittel um seine eigenen und andere literarische Werke zu untermalen und dessen Emotionen zu verstärken.

Zusätzlich zur Klassik durchlebte Goethe auch das literarisch-künstlerische Zeitalter des Sturm und Drang. Beide Epochen findet man in seinem Lebenswerk Faust I wieder.

Weimar als Zentrum des kulturellen Seins

Goethe lebte in Weimar, wo er auch starb. Hier war das Zentrum der Weimarer Klassik, bei der er auch eine tragende, bedeutende Rolle spielte.

Jedoch lebte Goethe nicht in Verhältnissen, die für seine  Zeit typisch waren, er stammte aus einem Haushalt der in jeder Hinsicht priviligiert war. Damals war es üblich, dass man mit mehreren Generationen in einem Haushalt lebt, die Menschen waren noch viel enger verbunden, auch durch die Armut und die primären Einkünfte durch die Landwirtschaft.



Weltbild und was zu Goethes Zeiten auf der Welt passierte

Das Weltbild geht auf Phytagoras zurück, man dachte in Sphären, dieses Weltbild wurde irgendwann von Kepler widerlegt. Die Wissenschaft erlebte im 18. Jahrhundert einen großen Aufschwung, man bekam eine Ahnung davon was die Welt im Innersten zusammenhält, weil man intensiv die Welt und die Natur erforschte. Aber auch in der Politik passierte sehr viel spannendes.
Die Sternenforschung machte großé Fortschritte: Le Gentil entdeckte in Goethes Geburtsjahr im Sternenbild Andromeda einen Zwerggalaxie.
In den 1760er Jahren wird Mozart geboren und der 7 jährige Krieg wird beendet ( 1763). Zu dieser Zeit ist Ludwig XV König von Frankreich.
Im angelsächsischen Raum findet die Bosten Tea Party statt  ( ^1773) und darauf folgt drei Jahre später die amerikanische Unabhängigkeitserkärung. Goethe verfasst in dieser Zeit die Leiden des jungen Werther.
In den 1780er Jahren wandelt sich die geistige Welt, nicht zuletzt auch dadruch, dass 1781 Kant die Kritik der reinen Vernunft. 1783 findet der Unabhängkeitskrieg statt. Doch nicht nur die Welt der Philosophie wandelt sich radikal: Die französische Revolution von 1789 bis 1799 verwandelt nicht nur Frankreich, sondern bewegt ganz Europa.
1800 ist geprägt durch Napoleon, dieser erobert ganz Europa, bis 1810 - das Jahr in dem er seinen Russlandfeldzug startet. Die Karlsbader Beschlüsse von 1819 wären außerdem noch erwähnenswert, sowie Beethovens Tod im Jahre 1827.

Die Sternenforschung und Physik machte Fortschritte: 1714 entwickelte Fahrenheit das Quecksilber und Alkoholtermometer. Die Theorie der Elektrostatik wurde im Jahre 1771 entwickelt und Henschel entdeckte 1781 den Uranus. Der bekannte Mathematiker bewieß Weitsicht, da er am Ende des 18. Jahrhunderts  bereits die Existenz von schwarzen Löchern vermutete.


Die Rolle der Frau im 18. Jahrhundert

Betrachtet man die Geschichte von Goethes Faust und dessen Schicksal, so stellt man fest, dass er einen großen Einfluss auf das Geschick der Margarethe hat. Doch ist das Leben, welches wir von Margarethe im Faust vermittelt bekommen, ein realistisches Abbild der weiblichen Realität des 18. Jahrhunderts? Oder macht uns der Schriftsteller in der einen oder anderen Weise etwas vor?
Betrachetet man die Rolle der Frau zu Goethes Lebzeiten wird schnell klar, dass diese sich je nach Lebensraum der Frau deutlich von anderen unterscheidet. Auf dem Land waren den Frauen wenige Rechte eingeräumt, sie durften sich nur kurz bilden und mussten anschließend hart arbeiten. Auch vor körperliche Arbeit blieben sie nicht verschon.
Die Frauen aus dem städtischen Räumen hatten es da schon deutlich leichter: Sie durften die Schule besuchen, in denen Jungs und Mädchen gemeinsam zur Schule gingen. Häufig war ihnen jedoch der Weg zu Abitur und zu einem Studium nicht vergönnt, da man ihnen die Rolle der Hausfrau und Mutter zugedacht hatte.
Die Bürgerfrauen durften auch in die Schule gehen, jedoch wurde weit weniger Wert auf fundierte Bildung gelegt, als bei den Frauen des Adels.

Wie man sieht ist Gretchen durchaus ein realsitisches Symbol für die Frauenrolle im 18. Jahrhundert. Sie ist zwar nicht sonderlich gebildet, wohl aber darauf gedacht sich sittsam und gut zu verhalten und das Haus in Ordnung zu halten. Die Frauen sollten zwar Glauben, jedoch durften sie keine kirchlichen Ämter übernehmen. Sie sollten zwar ein wenig gebildet sein, jedoch war die Wissenschaft den Männern vorbehalten, so wie es im Faust I auch dargestellt ist.

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 http://schueler.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/41030x030A/rewrite/dasparfum/t_alltag.htm#frau
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_physikalischer_Entdeckungen#18._Jahrhundert
 https://de.wikipedia.org/wiki/1830er
 http://www.welt.de/kultur/article4220885/Goethe-fuerchtete-sich-vor-Beethovens-Keule.html

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