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Sonntag, 8. Dezember 2013

Volkslied in Faust I

Immer wieder fällt bei der Beschäftigung mit Faust I ins Auge, dass Goethe hier nicht nur einfache Gedichte schrieb, sondern auch Lieder in den Text einbaute. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass er viele Lieder und Volkslieder in Faust I ausbaute und so den Gesamteindruck des Werkes um weitere kunstvolle Elemente bereicherte. In diesem Text gehen wir auf die Definition eines Volksliedes ein, geben einen Einblick darin wo im Text sich diese Liedform finden lässt und geben Hilfen zur Interpretation von Volksliedern in Goethes Faust I. 

Was ist ein Volkslied?

Ein Volkslied ist ein Lied, welches in einer festgelegten sozialen Gruppe, zum Beispiel im Volk, eine sehr hohe Verbreitung findet. Im Volkslied geht die Sprache und Tradition der jeweiligen Gruppe ein und ist der Zielgruppe gemeinsam. 

Merkmale von einem Volkslied
    Singbar
    Lyrische Gattung
    Herkunft aus dem Volk
    anonymer Autor
    Handelt von alltäglichen Situationen
    Stimmungen des täglichen Lebens
    Kann idylische Naturbilder enthalten
Ausprägungen
    Arbeitslied
    Ständelied
    Seemannslied
    Heimatlied
    Jagdlied
    Wanderlied
    Morgenlied
    Abendlied
    Winderlied
    Sommerlied


Herders Volkslied

Die Einführung des Begriffes stammt aus dem Jahr 1773 in welchem Johann Gottfried Herder den Begriff des Volksliedes einführte und fortan prägte. Er schrieb in einem Brief erstmals über diese Form des populären Liedes. Volkslied wurde aber zunächst anders als heute definiert, er nannte nicht nur die lyrische Form eines Gedichtes so, sondern auch die gesamte neue Strömung der volksnahen Dichtung insgesamt. 

In Faust finden sich unter Anderem auch Baladen, zB der 
     Der König in Thule wozu es noch einen eigenen Eintrag gibt, in welchem dieses                 Gedicht analysiert wird.


Was ist eine Ballade
Eine Ballade ist ein anschauliches und lebendiges Gedicht das ein besonderes Ereignis zum Thema hat, es handelt sich um ein Gedicht mit mehreren Strophen, so wie dies auch bei dem König in Thule der Fall ist.

Die Ballade hat folgende Merkmale
Es ist ein Gedicht
es ist eine Liedform
Mehrere Strophen gleicher Form
Ereignisse werden episch dargeboten ( erzählend )
Poetische Mittel werden angewendet

Lieder in Faust I

Betrachtet man Faust näher, so kann man feststellen, dass es hier eine ganze Reihe von Liedern und Chören gibt. Norberto hat in seinem Blogeintrag eine Auflistung gemacht. Ich zitiere ich nur die Textstellen, schaut bitte auf seinem Blog für die tollen Links zu den Vertonungen, da könnt Ihr Euch die Sachen noch mal live anhören
Wenn man nur den gedruckten Text liest, wird einem nicht recht bewusst, ein wie musikalisches Werk „Faust I“ ist. Ich habe den Text einmal durchforstet, mit folgendem Ergebnis:
Chor der Engel, der Weiber, der Jünger, V. 737-807
Bettler, V. 852-859
Soldaten, V. 884-902
Bauern, V. 949-980
Chor der Geister, V. 1447 ff. (? unsicher)
Geisterchor, V. 1607 ff.
Frosch, V. 2090 f., 2101 f., 2106/08
Brander, V. 2136 ff., mit Chorus V. 2133, 2141, 2149 (Rattenlied)
Mephisto, V. 2207 f., 2211 ff., mit Chorus V. 2239 f. (Flohlied)
Gretchen, V. 2759 ff. (Es war ein König in Thule)
Gretchen, V. 3374 ff. (Meine Ruhe ist hin – nicht zwingend ein Lied, aber von Schubert vertont)
Mephisto, V. 3682 ff. (Was machst du mir)
Chor im Dom, V. 3798 ff. (Dies irae)
Faust, Mephisto, Irrlicht, V. 3871 ff.
Chor der Hexen, V. 3956 ff.
Faust, die Schöne, Mephisto, die Alte, V. 4128 ff.
Gretchen, V. 4412 ff. (Variation des Liedes aus „Märchen vom Machandelbaum“ der Brüder Grimm)
Quelle https://norberto42.wordpress.com/2011/10/30/lieder-und-chore-in-faust-i/
Vergesst nicht diese Textstellen in Eurem Exemplar für die Abiturprüfung zu markieren und Euch da deutlich zu machen, dass es sich um ein Lied handelt, an der jeweiligen Stelle.

http://www.zeit.de/kultur/musik/2010-09/volkslied-einfuehrung
590 Wörter 3117 Zeichen ohne Leerzeichen 3731 Zeichen mit Leerzeichen 39 Sätze 15.1 Wörter pro Satz im Durchschnitt

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